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panacea 4U - Pressebereich
 
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[Zum 01.06.2006 hat die panacea 4U den Geschäftsbereich der pm-recruitment GmbH übernommen. Ältere Presseberichte enthalten daher noch den entsprechenden Firmennamen.]


Hartmannbund-Aktion LONDON - 30.01.2007
Berliner Ärzte "fliehen" nach London - Wanderarbeiter in Weiß

Am 25.01.2007 plante der Hartmannbund Berlin eine Aktion mit Berliner Ärzten die ggf. Interesse haben in Grossbritannien ärztlich tätig zu werden. Panacea 4U unterstützte den Hartmannbund organisatorisch bei diesem Vorhaben. Wolfgang Wannoff konnte ebenfalls direkt Vorort in den Räumen des GMC gemeinsam mit der Partner Agentur CES-Locums über Arbeitsbedingungen und Vorausseetzungen informieren.

Für einen Tag fliegen drei Ärztinnen und vier Ärzte aus Berlin nach London, um sich dort beim General Medical Council (Britische Ärztekammer) für eine Tätigkeit in Großbritannien registrieren zu lassen.

8 Uhr morgens - Fototermin Flughafen Schönefeld
Zur Verabschiedung unserer kleinen Ärztegruppe erschienen die Fotografen zahlreicher Berliner Medien und Agenturen. Auch Dr. Rudolf G. Fitzner, Vorsitzender des Berliner Hartmannbundes, Dr. Wolfgang Mitlehner vom Bündnis Berliner Kassenärzte, Dr. Elmar Wille, Vizepräsident der Berliner Ärztekammer sagen tschüs zum kleinen Team aus sieben Ärzten, die in Begleitung von vier Journalisten ihren Tag in London verbringen werden.

10.25 Uhr Landung in London-Standsted

11 Uhr Liverpool-Street-Station
Hier treffen sie Wolfgang Wannoff, einen Headhunter, der Ihnen bei der Jobsuche in England behilflich sein soll.
 
Im GMC (Euston Road) werden die Ärzte in einen Konferenzraum geführt, in dem Sie per Videoübertragung Ihre Fragen zu den Voraussetzungen und Chancen ärztlicher Tätigkeit auf der Insel an die Mitarbeiter stellen können.
 
Anschließend lassen sich die Ärzte registrieren, die erste Voraussetzung, um in Großbritannien ärztlich tätig werden zu dürfen. Sie erhalten eine ID-Nr. Alle weiteren Formalitäten lassen sich online bzw. postalisch lösen.

Dann geht es auch schon wieder per Umweg eines kleinen Biers im Pub zurück zum Flughafen.

Hier nun noch 3 Berichte zu der Aktion in der Ärzte Zeitung, Berliner Zeitung und dem Tagesspiegel als PDF.


UK Qualifizierung - 23.10.2006
Deutsche Ärzte sind reif für die Insel (Grossbritannien)

Seminar "Working in Britain"
Immer noch zieht es gerade deutsche Ärzte nach Grossbritannien. Der Grund liegt zu einem großen Teil in der existenziellen Unsicherheit die Ärzte im deutschen Gesundheitswesen empfinden. Die sehr guten Arbeitsbedingungen sind gerade für deutsche Ärzte attraktiv. Junge Ärzte wiederum sehen in der besseren britischen Facharztausbildung große Vorteile.

Dabei sind die manchmal kleinen aber extrem wichtigen kulturellen Unterschiede die Fallstricke die einer erfolgreichen Karriere entgegenstehen können. Dazu kommen die gravierenden Systemunterschiede zwischen dem deutschen und dem britischen stattlichen Gesundheitswesen.

Um deutsche Ärzte optimal vorbereitet nach Grossbritannien zu schicken veranstaltet die auf das Gesundheitswesen spezialisierte Personalvermittlung Panacea 4U (ehem.pm-recruitment) periodisch Vorbereitungsseminare mit Workshops. An einem Wochenende lernen deutsche Ärzte wie der "englische Patient" tickt und was die Besonderheiten des britischen Systems sind.

Der nächste Termin ist vom Freitag d. 24.11. bis Sonntag d. 26.11.06 in Düsseldorf in den Räumen der Kassenärztlichen Vereinigung. Anmeldung in Hamburg bei Panacea 040-43193770 oder ukseminar@panacea.de, www.panacea.de

---------------------- FIRMENINFORMATION ----------------------

Panacea 4U Ltd. Hamburg ist auf Gesundheitsberufe spezialisiert und vermittelt diese nach Grossbritannien, Irland, Skandinavien, Australien, USA. Überwiegend gehen Ärzte ins Ausland. Weitere Berufe sind jedoch auch Dentisten, Apotheker, Gesundheits- und Krankenpfleger, Psychologen, Sozialpädagogen (SocialWorker).

Panacea versteht sich dabei als Dienstleister der sich auch um die Soft-Skills der ausreisewilligen kümmert. Hierzu gehören einerseits gute bis sehr gute Sprachkenntnisse, kulturelles Verständnis und Systemkenntnisse. Erst danach ist eine erfolgreiche und nachhaltige Vermittlung in ein anderes Land sinnvoll.

Panacea 4U Ltd. Hamburg hat im Jahre 2006 den Geschäftsbereich health-staff von pm-recruitment GmbH Hamburg, inkl. der Mitarbeiter aus diesem Bereich, übernommen.


Jobbörsen / Ärztestreik - 02.06.2006
Sparen bis kein Arzt mehr kommt - Chaos im Gesundheitswesen

Anläßlich der bundesweit stattfindenden Ärztestreiks der vergangenen Wochen, wurden an mehreren Kliniken von den Ärzten sogenannte Jobbörsen organisiert. Wir haben diese Jobbörsen z.T. durch eigene Vorträge bzw. durch Stellung von Infomaterial unterstüzt. Panacea 4U wünscht sich in Deutschland Bedingungen für Ärzte die es Ihnen erlauben nicht nur aus monetären Gründen über die Landesgrenzen zu schauen. Grundsätzlich ist es begrüßenswert, dass junge Menschen und auch voll im Berufsleben stehende Menschen sich einmal mit anderen System und Kulturen auseinandersetzen. Gleichzeitig sollte unser Gesundheitssystem auch für z.B. Briten, Franzosen, Amerikaner u.a. Bürger attraktiv sein. In diesen Fällen würden wir leicht die natürliche Fluktuation kompensieren können und alle würden von diesem Austausch professioneller Erfahrung profitieren. In diesem Sinne unterstützen wir die Jobbörsen der Ärzte.
 
Einen sehr informativen Fernsehbeitrag anlässlich dieser Streiktage hat der WDR in seinem Magazin "hart aber fair" (Plasberg) am 17.05.2006 gesendet. Es sind Ausschnitte vom 12.05.2006 aus der Ärzteveranstaltung an der UNI Köln eingeblendet.
 
[Hier ist das Video abzurufen]
Man kann die ganze Sendung als WEB-TV ansehen oder nur z.B. einen Beitrag aus der Themenliste links auswählen: z.B. "Ärzte zieht´s ins Ausland"


Spiegel-TV - 22.01.2006
Sparen bis kein Arzt mehr kommt - Chaos im Gesundheitswesen

Alle Jahre wieder, so hat man den Eindruck, alarmieren Marburger Bund und Bundesärztekammer ein ganzes Land. Von einer "ruinösen Gesundheitspolitik" ist die Rede, von drohenden Pleiten und wütenden Doktoren. Dabei sind die Horrorszenarien so neu nicht. "Arme Münchner Ärzte - jeder sechste braucht Nebenjobs", diese Schlagzeile polarisierte schon vor 15 Jahren. Mitte der Neunziger dann drohte laut "Welt" 300 Hamburger Ärzten der Konkurs. Und auch vor fünf Jahren wollten die Mediziner mit einer Aktionswoche in Berlin die Patienten gegen die zuständige Ministerin auf die Barrikaden bringen. Doch irgendwie scheint alles nichts genutzt zu haben.
[PDF-Download] [Online-Video]


Welt am Sonntag - 15.01.2006
Deutschlands Ärzte gehen auf die Straße

Was tun, wenn die Praxis zum Zuschußbetrieb wird? Manche Mediziner geben auf, andere wandern aus. Und viele werden am Mittwoch protestieren
Auf dem Glastisch im Wartezimmer liegen drei gelbe Zettel. "Protest" steht auf dem Schreiben, das den Wartenden erklärt, warum die Praxis trotz hoher Patientenzahl unrentabel geworden ist. Seit ihr Honorar im vergangenen April gekürzt wurde, arbeite sie fast umsonst, schreibt Magdalena Walter-Stähler. Die Hals-Nasen-Ohrenärztin ist keine Frau, die gern klagt. Sie hat viel Spaß an ihrer Arbeit. "Doch das, was hier passiert, müssen auch die Patienten endlich erfahren." Walter- Stähler ist bereit zu kämpfen.
[PDF-Download]


ftd.de - 29.12.2005
Gesundheitswirtschaft: Im Auftrag Ihrer Majestät

Jürgen Bremen ist begeistert. Absolut toll sei die Woche in Großbritannien gewesen, sagt der Hausarzt aus Alfter bei Bonn. Um 8 Uhr hat er am Montag vor Weihnachten seinen Dienst als Praxisvertretung in Southhatton bei Newcastle angetreten.
[PDF-Download]


SWR1 - 02.07.2005
Briten fürchten "Flying Doctors" aus Germany

Sie kommen als Helfer - und sorgen für Aufregung: Seit einem Jahr fliegen immer mehr deutsche Ärzte übers Wochenende nach Großbritannien. Für gutes Geld übernehmen sie die Schichten britischer Kollegen und füllen damit eine Versorgungslücke. Doch über den Einsatz der "Flying Doctors" aus Germany sind die einheimischen Kollegen nicht begeistert. Ihre Befürchtung: Die Deutschen werden den hohen Anforderungen des britischen Gesundheitssystems nicht gerecht. Aus London berichtet Carmen Meyer. [zum Radio Interview]


taz 22.6.2005
Briten fürchten "Flying Doctors" aus Germany

Auf der Insel sorgt man sich um die Gesundheitsversorgung, seit immer mehr deutsche Ärzte als Aushilfen einfliegen
BERLIN (taz) Sie kommen als Helfer - und sorgen für Aufregung: Seit einem Jahr fliegen immer mehr deutsche Ärzte übers Wochenende nach Großbritannien, um dort für gutes Geld die Schichten britischer Kollegen zu übernehmen. Die deutschen Mediziner füllen eine Versorgungslücke im britischen Gesundheitssystem. Denn dort sind Allgemeinmediziner nicht mehr zu Nacht- und Wochenenddiensten verpflichtet - und nutzen diesen Freiraum. Doch über den Einsatz der "Flying Doctors" aus Germany sind die einheimischen Kollegen auch nicht begeistert. Ihre Befürchtung: Die Deutschen werden den hohen Anforderungen des britischen Gesundheitssystems nicht gerecht.

Deutsche Ärzte, ein Gesundheitsrisiko für die Briten? Der Tageszeitung Guardian war die Diskussion um die "Flying Doctors" vor einigen Tagen sogar die Seite-eins-Schlagzeile wert.

Die Kritiker der Auslandsärzte warnen unter anderem, sprachliche Barrieren könnten zu Problemen bei der Behandlung führen. Im Notdienst müsse der behandelnde Arzt auch einen Verwundeten mit starkem Dialekt verstehen. Außerdem hätten deutsche Allgemeinärzte in ihrer Ausbildung zu wenig über Fachgebiete wie Kinderheilkunde gelernt.

Die Organisatoren der medizinischen Auslandseinsätze halten die Vorwürfe für ungerechtfertigt. "Gerade deutsche Ärzte werden wegen ihrer überdurchschnittlich guten Englischkenntnisse geschätzt", sagt Ulrike von Aswegen, die beim britischen Generalkonsulat in Düsseldorf Ärzte für das britische Gesundheitssystem rekrutiert. Das hätten ihr die Träger der medizinischen Versorgung in Großbritannien bestätigt. Auch an der fachlichen Qualifikation hätten die Träger nichts auszusetzen.

Burkhard Sonntag hat lange als Arzt in England gearbeitet und besetzt nun Notdienste auf der Insel. Bisher habe sich noch kein Patient über seine Arbeit beschwert, versichert er: "Selbst als ich sprachliche Probleme hatte, waren sie sehr fair." Sonntag hält die Kritik der Ärzte für Sozialneid. "Die waren froh, dass sie die Wochenend- und Feiertagsdienste los waren", sagt er. Die ausländischen Ärzte habe man aber nur mit einer für britische Verhältnisse überdurchschnittlichen Bezahlung anlocken können. "Da ist den englischen Ärzten aufgegangen, dass sie für das Geld auch arbeiten würden."

Wegen der Wochenend- und Nachtzuschläge kann ein deutscher Arzt nach einem Wochenendeinsatz auf der Insel mit bis zu 3.500 Euro Lohn wieder nach Hause fliegen. Wie viele Mediziner sich inzwischen auf diese Weise ein Zubrot verdienen, weiß man im britischen Konsulat nicht genau - weil keiner die Aushilfen zentral erfasst.

Wolfgang Wannoff vermittelt für die Firma PM-Recruitment deutsche Ärzte nach Großbritannien. Zwar versichert auch er, die Deutschen seien optimal für den Einsatz ausgebildet. Dennoch plant seine Agentur nun, spezielle Vorbereitungskurse für die Austausch-Ärzte anzubieten - allerdings mit anderem Fokus: "Wenn es Probleme gibt", so Wannoff, "dann vor allem mit den Umgangsformen und der Bürokratie." SOLVEIG WRIGHT

taz Nr. 7696 vom 22.6.2005, Seite 6, 102 TAZ-Bericht SOLVEIG WRIGHT


NETZZEITUNG - 03.05.2005
Headhunter nehmen deutsche Ärzte ins Visier

Personalagenturen versuchen zunehmend, deutsche Ärzte für Arbeit im Ausland abzuwerben. Sie haben damit leichtes Spiel. Mittlerweile fliegen Ärzte sogar für Wochenendschichten nach England.
[PDF-Download]


Heilberufe, Ausgabe 03.2005
Als Pflegekraft in die USA - ein lohnender Schritt?
 
Eine deutsche Krankenschwester berichtet von Ihren Erfahrungen. [PDF-Download]


Ärzte Zeitung, 07.04.2005
Abgeworben in Berlin für einen Job an der Themse

Wie Headhunter versuchen, für mehr als 10 000 offene Stellen in Großbritannien Ärzte aller Fachrichtungen in Deutschland zu rekrutieren
Von Anno Fricke

England hat bald einen deutschen Arzt mehr. Obwohl die Entscheidung des jungen Facharztes aus Berlin so gut wie feststeht, wendet er sich etwas unsicher an einen, der Erfahrung hat mit der Arbeit auf der Insel: "Ich will dort nicht mit dem gleichen Quatsch konfrontiert sein, vor dem ich mich hier verdünnisieren will", sagt er zu Christian Herzmann.

Herzmann ist Sekretär der Deutsch-Englischen Ärztevereinigung und kann den Auswanderwilligen beruhigen: Ärzte in England müßten deutlich weniger Zeit für Verwaltungskram investieren als ihre Kollegen in Deutschland, sagt er.

Herzmann und der junge Arzt, der seinen Namen aus Sorge vor Repressalien nicht genannt wissen will, unterhalten sich am Rande einer Veranstaltung im Berliner Maritim-Hotel. Geladen haben Global Medics und PM Recruitment, eine englische und eine deutsche Personalagentur.

Ihr Ziel: Ärztenachschub für das britische Gesundheitssystem anzuwerben. Gekommen sind gerade eine handvoll Interessenten. "Vergangenes Jahr haben die Stühle im Saal nicht ausgereicht", wundert sich Wolfgang Wannoff von PM Recruitment über die dünne Besetzung und fragt sich, ob in Berlin vielleicht Ferien sind.

Tatsächlich gibt es bislang nur ein verhaltenes Interesse deutscher Ärzte an Stellen in Großbritannien. Schätzungsweise 2200 arbeiten momentan Vollzeit in Nordirland, Schottland, Wales und England. Aus Holland, Italien, Griechenland und den ehemaligen englischen Kolonien in Asien zieht es mehr Mediziner auf die Insel. Allerdings scheinen für deutsche Ärzte auch Teilzeitjobs attraktiv.

Das Angebot dafür ist da. Auch für Vertretungen strecken die Engländer ihre Fühler auf den Kontinent aus. "Es gibt Ärzte, die eine halbe Stelle in Deutschland und eine halbe Stelle in England haben. Die pendeln", berichtet Wannoff. Rund 10 000 Fachärzte sollen dem englischen System trotzdem noch fehlen. Auch gut ausgebildetes Pflegepersonal habe hervorragende Chancen jenseits des Ärmelkanals, sagt Wannoff.

Agenturen profitieren von Systemschwächen
Allison Welsh von der Londoner Agentur Global Medics hält inzwischen ihren Vortrag. Zusammengefaßt lautet ihre Botschaft: Wir bieten vergleichsweise hohe Löhne, helfen bei der Erledigung aller Formalitäten im beruflichen und privaten Alltag, geben euch eine in Großbritannien funktionierende Sim-Card und stehen euch bei, wann immer ihr ein Problem habt.

"Your happiness is paramount for us", sagt Welsh. Dafür will sie natürlich etwas, und zwar deutsche Ärzte aller Fachrichtungen. "Auch Dermatologen?", will einer wissen. Und obwohl Christian Herzmann dazwischen ruft, daß die englischen Hautärzte die deutschen für nicht adäquat ausgebildet halten, bleibt Allison Welsh - Headhunter rechnen eben in Köpfen - hart. "Wir brauchen auch Dermatologen", sagt sie.

Die Situation hat etwas Absurdes. Die rund 150 Personalagenturen, die auf der Insel darum rangeln, wer mehr Ärzte einfängt, sind so ziemlich das Einzige, was auf diesem Markt privat ist.

Sie profitieren davon, daß junge deutsche Ärzte an den sich privatisierenden Strukturen des hiesigen Gesundheitswesens verzweifeln und ihr Heil im National Health Service suchen. Das ist das praktisch zu 100 Prozent staatliche, aus Steuern finanzierte Gesundheitssystem Großbritanniens. Zwei private Zusatzversicherungen bilden die Ausnahme.

Arbeitsbedingungen in England entsprechen Ärzte-Wünschen
Deutsche Ärzte verlassen ein Land, das mehr als zehn Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für Gesundheit ausgibt, und gehen in eines, dem die Gesundheit seiner Bürger nur 6,3 Prozent des BIP wert ist. Sie geben die Arbeit in hochmodernen, bestens ausgestatteten Kliniken auf und operieren stattdessen in Krankenhäusern, die laut Christian Herzmann ärmlicher und mit älterem Gerät ausgerüstet sind sowie vom Gesamtbild her "schmuddelig" aussehen.

"Der OP ist nicht so perfekt organisiert wie in Deutschland", sagt Herzmann. Wenn die erste Operation um acht Uhr morgens auf dem Plan stehe, könne der Arzt mit dem Patient gegen neun Uhr rechnen. "Da ist noch einiges an Schlendrian drin".

Was also zieht deutsche Ärzte auf die Insel?

Es sind genau die Faktoren, die dem deutschen Gesundheitssystem aus Sicht der Ärzte noch fehlen: die bessere Entlohnung von Ärzten und Pflegern, die Konzentration auf medizinische Tätigkeiten, die Einhaltung der EU-Arbeitszeitrichtlinie, weniger Papierkram.

Das heißt nicht, daß das britische Gesundheitswesen keine Bürokratie kennt. Darüber klagen auch die Briten, zum Beispiel die BBC auf ihrer Website. Aber sie lassen sie nicht von Ärzten, sondern von medizinischen Dokumentaristen erledigen.

Hochspezialisierte Schwestern und Pfleger entlasten die Ärzte auch an anderen Stellen. Schwestern nehmen Blut ab und erstellen die EKGs. Andere stellen Zuckerkranke ein, nehmen Ärzten bei der Versorgung von Asthma- oder Epilepsiepatienten die Arbeit ab.

Christian Herzmann, der als Unfallarzt mehrere Jahre Erfahrung mit dem britischen System hat, läßt vorsichtig anklingen, daß die Briten nicht über jede Auslagerung von ärztlichen Leistungen beziehungsweise deren Ausmaß glücklich sind.

Froh hingegen sind die Mediziner im englischen Staatsbetrieb darüber, daß sie für ihre höchstens 48 wöchentlichen Arbeitsstunden ordentlich bezahlt werden. Zwischen 80 000 und 95 000 Pfund (120 000 bis 142 500 Euro) im Jahr seien drin, sagt Personalmanager Wolfgang Wannoff. Für Urlaub und Weiterbildung darf der Arzt in England die Arbeit bis zu sechs Wochen im Jahr unterbrechen. Verhandelt werden darf über alles.

England als Perspektive gefrusteter deutschen Ärzte
Und noch etwas typisch Britisches scheint Anziehungskraft auf junge deutsche Ärzte auszuüben. Es ist nicht der Linksverkehr, nicht das Schlangestehen an der Bushaltestelle, nicht der Tee und nicht die Monarchie: Es ist der tolerante, freundliche Umgangston, den die Mitarbeiter in den Krankenhäusern untereinander pflegen, die Atmosphäre. So beschreibt es jedenfalls Christian Herzmann. Und der muß es wissen.

So wird auch die Motivation des Berliner Arztes deutlicher, der sich "verdünnisieren" will und das nicht öffentlich sagen kann, weil er sonst Druck bekommt. Er faßt noch einmal seine Gründe zusammen: "60 Stunden Arbeit in der Woche, höchstens 30 Prozent davon mit dem Patienten, der Rest am Schreibtisch. Es ändert sich nichts. Ich sehe hier keine Perspektive mehr. Meine Entscheidung steht fest." England hat bald einen deutschen Arzt mehr.


Ärzte Zeitung, 07.04.2005
Weniger Arbeit und mehr Gehalt locken Ärzte nach England

Headhunter versuchen, deutsche Ärzte anzuwerben
BERLIN (af). Junge deutsche Ärzte sind im Visier von Headhuntern. Mit Werbeveranstaltungen versuchen besonders britische Personalagenturen, Ärzte auf die Insel zu lotsen.

"Für 10 000 Ärzte ist noch Platz", sagt Allison Welch von der Londoner Agentur Global Medics. Als Service für seine Mitglieder will auch der Marburger Bund künftig stärker mit Personalagenturen zusammenarbeiten. Außerdem bietet die Klinikgewerkschaft Informationsund Vorbereitungskurse fürs Arbeiten im Ausland an.

Schätzungen zufolge praktizieren bereits heute zwischen 6000 und 12 000 deutsche Ärzte fern der Heimat - vorwiegend in Großbritannien und Skandinavien. Da abwandernde Ärzte nicht registriert werden, liegen weder KVen noch Kammern genaue Zahlen vor.

Als Gründe für die Auswanderung geben deutsche Ärzte familienfreundlichere Arbeitszeiten, die bessere Arbeitsatmosphäre in weitgehend hierarchiefreien Teams und die Entlastung von Schreibarbeiten an. Auch die Bezahlung spielt eine große Rolle. "In England kann ein Arzt im Krankenhaus bis zu 120 000 Euro im Jahr verdienen", sagt Wolfgang Wannoff von PM Recruitment.

Wachsendes Interesse entwickeln deutsche Ärzte auch am fliegenden Einsatz auf der Insel. Sie düsen übers Wochenende für 48-Stunden-Schichten nach Großbritannien.

Wie viele Kollegen sich an der Luftbrücke für das englische Gesundheitswesen beteiligen, ist nicht bekannt. Auch über die Höhe der Honorare schweigen sich Beteiligte aus. An einem Wochenende lasse sich etwa soviel verdienen wie sonst in einem ganzen Monat in deutschen Kliniken, heißt es.


Deutschlandfunk - Kultur, 05.03.2005

Anlässlich der Protestaktionen des Marburger Bundes in der Woche. Interview mit Wolfgang Wannoff zum Thema deutsche Ärzte die in Großbritannien arbeiten. [mp3-Download]


Hamburg, den 14.09.2004
Ärzte- und Pflegermangel in Groß Britannien

Wartelisten für orthopädische Operationen, wie z.B. Hüftgelenk-OP´s oder Knieoperationen von 18 – 24 Monaten sind an der Tagesordnung. Das britische staatliche Gesundheitswesen NHS versucht verzweifelt diesen Notstand zu reduzieren.

Eine der vielen Maßnahmen ist ein Vertrag mit dem privaten Krankenhausbetreiber Capio (www.capio.com). Capio wird in den nächsten Jahren Tausende von orthopädischen OP´s in den eigenen privaten Krankenhäusern für den stattlichen NHS durchführen. Um die Personalknappheit nicht weiter zu vergrößern darf das zusätzlich benötigte Personal nicht in Gross Britannien selbst angeworben werden. Aus diesem Grund wurde mit unserer Partnergesellschaft Corinth Healthcare London (www.corinthhealthcare.com), seit 35 Jahren im Dienste des Gesundheitswesen ein Exklusivvertrag über die zusätzliche Personalbeschaffung abgeschlossen.

Ziel ist es eine größere Anzahl qualifizierter deutscher Ärzte, Chirurgen, Orthopäden, Anästhesisten, sowie Pflegepersonal mit OP, Chirurgie und Intensivpflege Erfahrung zu rekrutieren. Es werden den deutschen Medizinern dabei sowohl unbefristete, als auch befristete Arbeitsverträge angeboten. Eine besonders attraktive Variante ist die Zusammenstellung von OP-Teams, die dann am Wochenende oder wochenweise elektiv einbestellte Patienten behandelt.

Für deutsche Ärzte und Pflegepersonal ist dies eine hervorragende Bereicherung Ihrer Berufserfahrung, für viele Pflegekräfte z.Zt. sogar die seltene Möglichkeit überhaupt eine adäquate Anstellung zu finden.

Im Rahmen einer „roadshow“ Berlin, München, Hamburg u.- Frankfurt/M informieren wir über die Möglichkeiten in GB zu arbeiten und leiten ggf. erste Schritte zur Bewerbung ein.

Zum Termin in:

  Hamburg 17.09.04, 17.30 Uhr
  im Hotel Elyseé, Rothenbaumch. 10

   oder

  Frankfurt 18.09.04, 14.00 Uhr
  im Hotel Marriott, Hamburger Allee 10

laden wir Sie herzlich ein.

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Hamburg, den 12.06.2003

Kooperation mit Berlitz Deutschland
Qualifizierung von Krankenpflegekräften für eine Arbeitstätigkeit in USA und U.K.

Die Unternehmen Berlitz Deutschland GmbH und pm-recruitment personal management GmbH, beide Hamburg, kooperieren zukünftig bei der Qualifizierung von Krankenpflegern, die eine Berufstätigkeit in USA oder Großbritannien aufnehmen möchten.

Immer mehr Deutsche möchten auswandern. Wunschland sind sehr häufig die USA. Aber auch europäische Alternativen wie Großbritannien steht bei vielen ganz oben auf der Wunschliste. Neben der beruflichen Qualifikation ist noch die Hürde der Sprachfertigkeit zu nehmen – hier hapert es leider bei vielen.

Berlitz und pm-recruitment haben hier ein besonderes Programm aufgelegt. Personen, die eine Vermittlung in ein englischsprachiges Land wünschen und eine entsprechende Vereinbarung mit pm-recruitment haben, können von Berlitz kostenlos getestet und eingestuft werden. Die Sprachexperten von Berlitz legen ein individuell abgestimmtes Programm auf, um eine punktgenaue Qualifizierung für einen TOEFL / IELTS Test zu erlangen.

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